MOXY Berlin

Standort FSBerlin
Adresse Berlin, Berlin, Deutschland
GebäudetypHotel
Baujahr2018

Co-Working Space, Lifestyle Club oder doch ein ziemlich cooles Hotel?

Beim Betreten des Moxy Berlin wird deutlich: Die Vorschriften und Grenzen des Hoteldesigns haben sich aufgelöst und der Kreativität wird freien Lauf gelassen. Lässig zusammengewürfelte Möbel treffen auf freiliegende Wände, auf Graffiti, auf Brettspiele. Der Gast könnte den Eindruck gewinnen, in einem coolen Co-Working Space oder Lifestyle-Club gelandet zu sein. Es herrscht eine lockere Atmosphäre. Durch das Design mit viel Holz und wild kombinierten Farben und Materialien fühlt man sich direkt wie in einem Wohnzimmer. Elemente, die für ein klassisches Hoteldesign stehen, wie eine prominent platzierte Rezeption als Blickfang werden eher in den Hintergrund gestellt. Hier ist sie integriert in einen „Coffee Counter“, an dem neben einem Cappuccino auch die Zimmerkarte überreicht wird. Der Gast wird eher vom „Kumpel“ begrüßt als offiziell von einem Hotelangestellten in Uniform.

Die Grenzen lösen sich auf. Der Gast bewegt sich innerhalb der öffentlichen Bereiche frei; jede Zone ist für ein anderes Bedürfnis spielerisch perfekt ausgestattet: Angrenzend an den Eingang liegt die offene Lounge, die mit schweren Lederkissen, Perserteppich, Topfblumen zu einem Brettspiel einlädt. Für diejenigen Gäste also perfekt gelegen, die gerne mitten im Geschehen sind aber selber nicht im Mittelpunkt stehen wollen. In der ersten Reihe sitzend, haben sie den Eingang und die dahinterliegende Welcome-Zone genau im Blick und können beobachten, wer ein und ausgeht, und was ansonsten so passiert.

In der Welcome-Zone kann der Gast entspannt verweilen. Verschiedene Sitzmöglichkeiten wie niedrige Poufs, Lounge-Chairs oder Sitzsäcke versprühen diesen gemütlichen Wohnzimmercharakter. Durch ihre Flexibilität lassen sich diese Möbel spontan um arrangieren und je nach Gusto der Gäste platzieren. Helle Grundfarben strahlen Ruhe aus, die durch die dunkle Decke mit freiliegenden Rohren und den vielen Accessoires wieder durchbrochen wird. Das Konzept ist jung. Freigelegte Bauteile und Betonflächen sind mit Graffiti besprayt und erzählen von der Geschichte des Hauses. Der Kicker-Tisch bringt die Gäste zusammen. Ein lustiges Gimmick am Rande: Handyfotos vom Spiel am Kicker oder einem geselligen Abend an der Bar können „im Nu“ ins digitale Moxy-Gästebuch geladen werden und tauchen anschließend wieder auf dem Eingangsscreen auf. Die Stimmung ist unkompliziert: alles kann nichts muss. Der Gast bewegt sich komplett unbefangen und unbeobachtet - das war uns als Designern wichtig!

Von der Welcome-Zone gelangt man in die offene Library and plug in-Zone, die Computer, Steckdosen, USB-Stecker, schnelles Internet sowie Ruhe bietet. Hier ziehen sich Geschäftsreisende nach den Meetings zurück, um die Mails des Tages zu beantworten oder Touristen, die mit Hilfe der zahlreichen Bücher den nächsten Trip in Berlin planen. Apropos Bücher: Diese sind in den öffentlichen Bereichen überall zu finden. Ob über die Geschichte Berlins, über Sehenswürdigkeiten oder über Berliner-Funfacts – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Diejenigen, die beim Lesen oder Arbeiten absolute Ruhe suchen, ziehen sich einfach in die zwei angrenzenden Think Tanks zurück.

Sind die Gäste gut angekommen, haben sich ausgeruht, gearbeitet und das ein oder andere Spiel gespielt, so folgt bald das Bedürfnis nach dem kulinarischen Wohl. Auch hierfür ist gesorgt und zwar ein paar Meter weiter. Hinter dem Eingangstresen erstrecken sich sechs Buffetstationen, die morgens für einen frischen Start in den Tag sorgen und später durch schwere Stahltüren wieder „verstecke“ werde. Gegessen wird dann – je nach Laune – am großen Tisch mit anderen Gästen gemeinsam oder an kleineren Tischen in privaterem Ambiente.

Nun noch ein kurzer Exkurs zu den Hotelzimmern. Diese wirken im Vergleich zu den öffentlichen Bereichen entschleunigend. Klare Linien, minimalistisches Design und natürliche Farben und Materialien lassen den Gast zur Ruhe kommen.

   

Christian Kretschmar für JOI-Design

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