Fertigstellung der Arthrex Hauptniederlassung

Standort FSFreiham
AdresseBayern, Deutschland
GebäudetypBürogebäude, Geschäftshaus
Bauzeitraum2011-2014

Fertigstellung der Arthrex Hauptniederlassung in Europa durch das Münchner
Architekturbüro OSA, Ochs Schmidhuber Architekten

Mit Arthrex hat einer der weltweit führenden Hersteller von orthopädischen Medizinprodukten seinen Münchner Standort zum Forschungs- und Vertiebsstandort für ganz Europa ausgebaut. Der Firmensitz des 1981 in München gegründeten Konzerns befindet sich in Florida, verschiedene Tochterfirmen und Distributionszentren sind auf der ganzen Welt zu finden. Beginnend als eine auf die Arthroskopie spezialisierte Firma hat sich Arthrex mit über 7.500 Pordukten zu einem der führenden Unternehmen in der Sportmedizin und operativen Orthopädie entwickelt. Für die Realisierung der europäischen Hauptniederlassung in Freiham beauftragte das privat geführte Unternehmen das Münchner Architekturbüro OSA von Fabian Ochs, Julia Senfter und Florian Schmidhuber.

Der von OSA entwickelte Bebauungsplan für das gesamte Quartier bildete die Voraussetzung für eine vertrauensvolle und persönliche Zusammenarbeit mit Reinhold Schmieding, dem Gründer und Präsidenten des Unternehmens. Die vom Bauherren formulierte Herausforderung bestand darin, eine den medizinischen Anforderungen entsprechende Corporate Architecture für momentan 375 Mitarbeiter zu planen, die aber gleichzeitig genug Raum lässt für ein Nachverdichtungspotential auf insgesamt 550 Mitarbeiter.

Bauweise und Fassadengestaltung

 „Kompromisslose Qualität unter Berücksichtigung aller ethischen und rechtlichen Normen“ ist einer der Grundsätze von Arthrex für ihr eigenes medizinischesWirken. Diesen Leitgedanken lässt OSA für das Unternehmen in der neuen Architektur sichtbar und spürbar werden. Entstanden ist ein Bau in Stahlbeton-Skelettbau-weise, der auch auf lange Sicht nicht an Modernität und Eigenständigkeit einbüßt und so die werteorientierte Haltung transportiert.

Der Flachdachbau begegnet dem Betrachter mit einer klaren, geradlinigen Struktur und schafft damit ein architektonisches Äquivalent zu den klinischen Produkten und Operationstechniken der Firma. Der 4-geschossige Komplex erstreckt sich von Nord nach Süd und bildet eine energische Front. Tiefe, dunkle Fensterlaibungen mit darunterliegenden hellen Flächen erzeugen einen eindrucksvollen schwarz-weiß Kontrast. Je nach Betrachterwinkel generiert diese Kombination den Anschein von hellen und dunklen Bändern, die sich waagerecht über die Fassade ziehen.

Ein schräg angebrachter Sonnenschutz erzielt einen weiteren prägnanten Effekt:

Heruntergelassen überlappen die Lamellen die Fensterfronten und scheinen der Fassade eine zusätzliche Dimension zu geben. Das Gebäude kippt vermeintlich nach hinten. Doch nicht nur diese Details brechen mit der architektonischen Strenge des Gebäudes. Die konstruktive Sachlichkeit erfährt mehrfach Auflockerung:

Zum einen durch drei 2-geschossige Pavillonbauten, die sich rückwärtig in die anschließende Landschaft erstrecken. Zum anderen garantiert die durchgängig hochgeschossige Verglasung den ungehinderten Blick in die umliegende Natur und bietet ein Höchstmaß an Transparenz. Beides sorgt für eine optimale Verbindung von hoch sensiblen, technischen Arbeitsabläufen, Architektur und Umgebung. 

Das Innere des Gebäudes gestaltet sich analog zum Äußeren des Gebäudes durch eindeutige Fluchten und klare Linien. Der Empfang zeigt sich der Marke Arthrex entsprechend großräumig und hell und wird durch ein starkes Wandelement zoniert.

Auch die oberen Etagen kennzeichnet Transparenz. Die Büroeinheiten lassen sich flexibel gestalten und gewährleisten ein Höchstmaß an Mobilität und Kapazitäts-zuwachs.

Auf einem Baugrundstück von 9.485 m² ist ein Verwaltungsbau entstanden, der auf einer Bruttogeschossfläche von 18.000 m² neben Büroarbeitsplätzen, ein Schulungszentrum, einen Konferenzbereich und eine Kantine beherbergt.

Mitarbeitern wie Kunden steht ebenfalls eine Tiefgarage mit 130 Stellplätzen zur Verfügung. Gleichermaßen im Untergeschoss befinden sich Haustechnik- und Lagerflächen.

 

Gebäudeansicht von Südwest bei Dämmerung | hiepler, brunier, berlin

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