Erlebnis-Freibad für die ganze Familie

StandortGeorgsmarienhütte
AdresseNiedersachsen, Deutschland
GebäudetypSport- und Freizeitbauten
Bauzeitraum2017

Pünktlich zur Badesaison 2017 konnte das Freibad des Panoramabades in Georgsmarienhütte wiedereröffnet werden. Im Jahr 2014 lobte die Panoramabad GmbH einen Wettbewerb zur Sanierung des in den 1970er Jahren errichteten Freibades aus, um dieses an die Anforderungen eines modernen Badbetriebes anzupassen und die Aufenthaltsqualität für die Gäste zu erhöhen. Die pbr Planungsbüro Rohling AG ging als Sieger aus diesem Wettbewerb hervor und erbrachte die Gesamtplanung für die Sanierungsmaßnahmen.

Badespaß für kleine und große Gäste
Das Panoramabad in Georgsmarienhütte ist ein Familienbad. Für die Nichtschwimmer unter den Gästen allerdings bot sich bis zu den Sanierungsmaßnahmen keine Gelegenheit, erste Schwimmzüge in einem sicher abgetrennten Nichtschwimmerbecken durchzuführen. Es stellte sich die Forderung nach einer sinnvollen Unterteilung der bestehenden Wasserfläche, so dass das vorhandene Schwimmbecken innerhalb der bestehenden Kontur mit Hilfe von zwei selbsttragenden Edelstahlbeckenwänden in zwei separate Becken unterteilt wurde.

Erhöhung der Badequalität
Um die Badequalität innerhalb der nun getrennten Becken zu erhöhen, erfolgte eine umfangreiche Beckensanierung. Da der das gesamte Becken umschließende Beckenkopf in Fliesenauskleidung gravierende Schäden aufwies und die Betonrinne nicht den heutigen Normen entsprach, wurde dieser vollständig zurückgebaut und durch einen neuen Edelstahlbeckenkopf ersetzt. Um die Baukosten nicht unnötig in die Höhe zu treiben, wurden das Schwimmer- und das Nichtschwimmerbecken in unterschiedlichen Ausführungen ausgekleidet. Aufgrund der hohen Beanspruchung des Bodens wurde für das Nichtschwimmerbecken mit einer Wassertiefe von 0.90 m bis 1.20 m eine neue Beckenauskleidung aus Edelstahl gewählt. Das Schwimmer- und Sprungbecken mit einer Wassertiefe von 1.90 m bis 3.90 m hingegen wurde als Kombi-Lösung ausgeführt. Wie im Nichtschwimmerbecken, wurde die Beckenrinne aus Edelstahl gefertigt, die Wände und der Boden allerdings mit Schwimmbadfolie ausgekleidet. Im Bereich der Technik wurde die Beckendurchströmung vollständig erneuert. Das Nichtschwimmerbecken erhielt eine Einströmung über Bodenkanäle, während das Schwimmerbecken mit seitlichen Einströmdüsen ausgestattet wurde.

 Badeerlebnis für Profis und Hobby-Schwimmer

Im Schwimmerbecken konnten die bestehenden acht 25-m Schwimmbahnen erhalten bleiben, so dass weiterhin auch Sportschwimmer ihre Bahnen ziehen können und das Panoramabad für sportliche Veranstaltungen und Wettkämpfe genutzt werden kann. Weiterhin wurden die Startblöcke erneuert, außerdem erhielt das Schwimmerbecken ein neues 1m-Sprungbrett. Der bestehende Sprungturm konnte mit einer 3m- und 5m-Plattform erhalten bleiben und wurde saniert.

Verbesserte Aufenthaltsqualität

Mit den Sanierungsmaßnahmen sollte die Aufenthaltsqualität des Bades erhöht werden. Da ein Freibad nicht nur von der Badelandschaft, sondern auch vom Außenbereich profitiert, wurde dieser in Zusammenarbeit mit Wiebold Landschaftsarchitekten aufgewertet. Dabei konnte die vorhandene Tribüne erhalten bleiben. Sie wurde mit einem neuen Belag ausgestattet und in Teilbereichen durch Liegeflächen aus Holz ergänzt. Darüber hinaus wurde die Wegeführung zum Kleinkinderbecken und zur Liegewiese durch neue Treppenanlagen optimiert. Eine Kleingastronomie befindet sich jetzt direkt an der Badeplatte am Zugang des Freibades. Am Springerbecken wurde eine Holzsitzfläche für Zuschauer ergänzt, von der aus die Besucher freien Blick auf den Sprungturm haben.

 Neue Badeattraktionen

Nach der nur acht Monate andauernden Sanierungsmaßnahme wartet das Freibad in Georgsmarienhütte nicht nur mit einem neuen Außenbereich, sondern auch mit neuen Bade-Attraktionen auf. So wurde am Nichtschwimmerbecken eine 3m breite und rund 10 m lange Wellenrutsche installiert, über die sowohl kleinen als auch großen Badegästen ein tolles Rutschenerlebnis geboten wird. In der neuen Schaukelgrotte können Badegäste mit Hilfe ihrer Bewegung das Wasser zum Schaukeln bringen. Das eigentliche Highlight allerdings stellt nach der Sanierung die neue Rutsche am Springerbecken dar. Sie befördert mutige Badegäste innerhalb von Sekunden in das 3,90 m tiefe Landebecken. Durch die Idee, den bestehenden Sprungturm zur Montage einer Flugrutsche zu nutzen, konnten auch hier Kosten eingespart werden. Über die 5m-Plattform des Turms ist die Rutsche zu erreichen. Die Lastabtragung des Podests und der Rutsche erfolgt hierbei über zwei Stützen. Direkt neben der Flugrutsche wurde ein von außen zugängliches Beckenfenster saniert. Dieses ermöglicht den Badegästen, das Rutschenspektakel aus einer ungewöhnlichen Perspektive zu beobachten.

Das bestehende Becken wurde in ein Schwimmer- und ein Nichtschwimmerbecken unterteilt. | Fotografin Christa Henke

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