Dreiberg-Schule Knetzgau

Standort FSKnetzgau
Adresse Knetzgau, Bayern, Deutschland
GebäudetypBildungs- und Forschungsstätten

Die Dreiberg-Schule in Knetzgau wurde in den 1970er Jahren in der damals typischen Bauweise als Stahlbetonskelettbau mit Sichtbetonfassade, großflächigen Verglasungsbereichen und Flachdach errichtet und in den 80er Jahren erweitert. Im Rahmen der Generalsanierung wurde das Schulgebäude an die aktuellen Anforderungen sowohl in Belangen der Haustechnik, des Brandschutzes, der Barrierefreiheit und der energetischen Optimierung angepasst. Das Raumprogramm umfasst neben einer 2-zügigen Grundschule mit 11 Klassen, eine 1-zügige Mittelschule mit 5 Klassen, eine Mensa mit für die Ganztagesversorgung und die dazugehörigen Aufenthalts-und Freibereiche. Die Generalsanierung ermöglichte zudem die räumliche Umsetzung eines innovativen, nach neuesten pädagogischen Maßstäben entwickelten, Schulkonzeptes.
Die Gestaltung offener Lernlandschaften und die Bildung von, den Altersgruppen entsprechenden Klassengemeinschaften (sog. Clustern) ermöglicht den Schülern selbständiges und selbstorganisiertes, kreatives Lernen. Die neuen räumlichen Strukturen ermöglichen es, dass in verschiedenen Gruppengrößen, mit oder auch ohne Lehrer, gearbeitet werden kann. Künftig können die Lehrkräfte ihre Schüler beim selbständigen Lernen und Erarbeiten des Lernstoffes individuell begleiten und anleiten. Lernbereiche hierfür sind nicht nur die Klassenräume, sondern auch die ehemaligen Flure, die je nach Größe als „Marktplatz“ genutzt werden. Dieser Bereich bietet Raum für klassenübergreifende Präsentationen, dient als Treffpunkt und fördert die Kommunikation untereinander. Die Flurwand, die bis zum Umbau als Garderobe diente, konnte dank ihrer Tiefe als „Möbelwand“ ausgebildet werden, die klassenraum- und flurseitig Nischen mit unterschiedlichen Funktionen bietet und so Sitz- und Aufenthaltsbereiche integriert. Ein großes Fenster pro Klassenraum bietet die gewünschte kommunikative Transparenz und Offenheit zwischen dem „öffentlichen“ Flur und dem „privaten“ Klassenraum.
Das Farb- und Materialkonzept ist zurückhaltend abgestimmt. Ein Großteil der Wände bleibt weiß, diese können in den Klassenräumen über ein mobiles Schienensystem nahezu umlaufend mit Tafeln und Boards bespielt werden. Einzig der Bodenbelag von Fluren, Klassenräumen, Mittagsbetreuung und Verwaltung hebt sich mit einem erdigen Rotton farblich ab. Werkräume, die Aula und der Mehrzweckraum sind mit einem strapazierfähigeren Eiche-Industrieparkett belegt der sich als thematisiertes Element in der Wandgestaltung der Möbel-Trennwand zwischen Flur und Klassenzimmer auf beiden Wandseiten großflächig widerspiegelt.
Trotz aller Bestrebungen, die Sichtbetonfassade und damit den ursprünglichen Charakter des Gebäudes zu erhalten, musste der Abbruch der Fassade durchgeführt werden. Mit einer neuen Außenhaut aus vorgehängten und hinterlüfteten Faserzement-Tafeln wurde ein adäquater und nachhaltiger Ersatz gefunden. Auskragende und statisch wirksame Betonbauteile wurde „betonsaniert“ und mittels Innendämmung energetische eingebunden.

Gerhard Hagen


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