Zweites Leben als Wohnobjekt

Im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen in Frankfurt-Niederrad erfuhr ein Bürohochhaus aus den 1970er Jahren eine außergewöhnliche Wiederbelebung als hochwertiges Apartmenthaus. Den vom Architekten erwünschten Wohnhauscharakter der neuen Fassadenansicht prägen bodentiefe Kunststoff-Fensterelemente von Schüco. Eine gestalterische Besonderheit: Die Fenster wurden an den Außenflächen mit der Metallic-Oberflächenbeschichtung Schüco AutomotiveFinish im edlen Goldfarbton SAF-RAL 140-M gestaltet.

Der Bebauungsplan sieht für das „Lyoner Viertel“ in Frankfurt-Niederrad vor, dass das Gewerbegebiet „Bürostadt Niederrad“ von einem reinen Firmenstandort in ein Viertel mit Mischnutzung und einem hohen Wohngebietsanteil umstrukturiert werden soll. Studien haben dem Konzept bereits im Vorfeld eine große Nachfrage und erhöhte Attraktivität bezüglich des Wohnraumangebots bestätigt. Aus gutem Grund: Die zentrale Lage im Frankfurter Stadtgebiet zwischen Flughafen und Innenstadt und die gute Anbindung durch Autobahn und S-Bahn machen diesen Standort für Arbeitnehmer interessant, die Ihren Lebensmittelpunkt außerhalb von Frankfurt haben und nicht täglich pendeln möchten. Als weitere Interessentengruppe kommen Personen hinzu, die aufgrund einer Ausbildung oder eines zeitlich befristeten Arbeitsaufenthaltes hochwertigen, funktionalen Wohnraum in zentraler Lage bevorzugen. Gezielt an die genannten Nutzergruppen richtet sich das Konzept der Sanierung und Umwandlung des ehemaligen Bürohauses zum Apartmenthaus.

Nur der Rohbau blieb erhalten
Das seit einiger Zeit leerstehende dreizehngeschossige Bürohaus Lyoner Straße 30 war 1972 als funktionaler Zweckbau errichtet und seitdem nur unwesentlich verändert sowie in keiner Weise saniert worden. Strukturell eignete es sich weder zu einer weiteren gewerblichen Nutzung und Vermietung noch für ein Wohnhaus mit größeren Familienwohnungen. Das Gebäude erschien jedoch in Grundriss und Substanz für den Umbau zu einem Objekt mit Apartments kleiner und mittlerer Größe gut geeignet.

Das ursprüngliche äußere Erscheinungsbild mit der betongrauen und strukturierten Fertigteil-Bandfassade erhielt durch die Umplanung von Fritz Ludwig Architekten, Frankfurt, ein grundsätzlich anderes und frischeres Aussehen, das dem eines modernen Apartmenthauses entspricht. Dabei war es dem Architekten wichtig, dass die neue Nutzung auch bautypologisch deutlich sichtbar und in dem „Lyoner Viertel“ positiv wahrgenommen wird.

Der gesamte Rohbau wurde belassen, kleine Anbauten entfernte man im Rahmen der Sanierung. Das Gebäude zeigt sich nach dem Umbau in zeitgemäß moderner Architektur mit einer hellen und wohnlich wirkenden Putzfassade, untergliedert durch große, bodentiefe Fenstertüren mit weißen Geländern für die Absturzsicherung. Auf 12 Geschossen entstanden insgesamt 178 Apartments mit Größen von 27 m² bis 35 m² bei den Einzimmer-Einheiten sowie 54 m² bis 57 m² bei den Zweizimmer-Wohnungen. Lediglich das Erdgeschoss und das Staffelgeschoss weichen von den Regelgrundrissen ab – im Erdgeschoss befindet sich eine Lounge mit Außenterrasse, im obersten Geschoss sind fünf große Penthouse-Wohnungen mit Dachterrassen entstanden.

Energiesparfenster mit Metallic-Beschichtung
Die Wärmedämmeigenschaften der sanierten Fassade entsprechen dem aktuellsten Standard – hierzu tragen vor allem auch die Energiesparfenster aus dem Kunststoff-System Schüco Corona SI 82 bei, die durchgängig als bodentiefe Fenstertüren mit Dreifach-Isolierverglasung verbaut sind. Zur optischen Aufwertung der Fassade nutzte der Architekt die Möglichkeit einer neuartigen Metallic-Oberflächenbeschichtung für Kunststoff-Systeme, die Schüco gemeinsam mit einem führenden Hersteller für Autolacke entwickelt hat: Schüco AutomotiveFinish.

Aus dem Farbsortiment von aktuell zehn Metallictönen für den Außenbereich wurde der Goldton SAF-RAL 140-M gewählt.
Dazu Architekt Fritz Ludwig: „Wir haben die Metallic-Oberflächenbeschichtung Schüco AutomotiveFinish ausgewählt, weil diese Farbe die Kunststoff-Fenster entschieden aufwertet, besonders im Farbspiel mit wechselndem Licht und dem hellen mineralischen Putz.“

Dieses dezente, aber durch den Kontrast zu den Putzflächen deutlich wahrnehmbare Gestaltungsthema der Gebäudehülle empfängt die Mieter und Besucher des Apartmenthauses bereits im Eingangsbereich. Denn die großflächig verglasten Haustürelemente, gefertigt aus dem Kunststoff-System Schüco Corona CT 70, sind außen ebenfalls mit Schüco AutomotiveFinish in dem gleichen Metallic-Goldton versehen, wie sämtliche Fenstertüren in der Fassade. Insgesamt ein Gestaltungskonzept, das dem modernen Hochbau Individualität und Identität verleiht: Die Mieter können darauf verweisen, in dem „Gebäude mit den goldenen Fensterrahmen“ zu wohnen.

Blick aus einem der fünf Penthouse Apartments mit Dachterrasse. Raumseits sind die Profile der Fenstertüren neutral gehalten (System Schüco Corona SI 82). | Foto: Schüco International KG
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