Reges Treiben auf einer der größten Baustellen in Thüringen

Düsseldorf / Jena – Die neuen Gebäude des Universitätsklinikums Jena-Lobeda nehmen deutlich Gestalt an: Die Medizinischen Zentren II und IV sowie diverse Forschungs- und Institutseinrichtungen stehen, die Fassaden sind vollständig geschlossen, der Innenausbau ist in vollem Gange. Alle Neubauten gehören zu dem derzeit größten Bauprojekt in Thüringen, dem zweiten Bau-abschnitt zur Erweiterung des Universitätsklinikums. Bis zum Jahr 2018 soll die Patientenversorgung zusammengeführt und eine moderne Infrastruktur für Behandlung, Forschung und Lehre geschaffen werden. Bislang waren die teils historischen Klinikbauten des Uniklinikums über das gesamte Stadtgebiet von Jena verteilt. Bestens vertraut mit den streng getakteten Arbeitsabläufen auf dieser Großbaustelle ist inzwischen auch Ingo Schlotter, Geschäftsführer der Jaeger Ausbau GmbH & Co KG Zwickau. Er und sein Team sind für einen Großteil der Innenausbauarbeiten verantwortlich.

Das Universitätsklinikum Jena ist mit über 4.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der größte Arbeitgeber der Region. Durchschnittlich 250.000 Patienten werden pro Jahr stationär und ambulant versorgt. Circa 2.300 Studenten der Medizin und Zahn-medizin erhalten hier ihre Ausbildung. Mit dem Baustart im Spätsommer 2013 be-gann für das Uniklinikum, seine Angestellten und die Patienten eine neue Zeitrech-nung. Denn die Neubauten in Jena-Lobeda werden auf rund 49.000 m2 Nutzfläche Platz für insgesamt 15 moderne Kliniken und Institute, 710 Patientenbetten, zwölf Operationssäle sowie diverse Einrichtungen für Forschung und Lehre bieten.

„Diese Baustelle ist wirklich beeindruckend, sowohl was die Ausmaße, die techni-sche Komplexität als auch die logistischen Herausforderungen angeht“, erklärt Ingo Schlotter während eines Baustellenbesuchs. Die Trockenbauarbeiten sind bereits weit fortgeschritten, die Montage-Teams von Jaeger Ausbau vor allem in den Neu-bauten des Medizinischen Zentrums II beschäftigt. Erstellt wird hier eine Nutzfläche von über 22.000 m2. Im benachbarten Medizinischen Zentrum IV kommen noch einmal über 9.100 m2 hinzu.

Seit September 2014 sind die Trockenbauprofis mit durchschnittlich 50, in Spitzen-zeiten bis zu 90 Mitarbeitern auf der Baustelle unterwegs. „Was die Baustelle aus-zeichnet, sind zum einen natürlich die in einem Klinikbau zu erwartenden Anforde-rungen in puncto Schall- und Brandschutz sowie eine extrem hohe Technik- und Installationsdichte. Zum anderen arbeiten viele Gewerke parallel und die Zeitpläne sind eng bemessen. Es darf zu keinerlei Engpässen bei den Materialflüssen oder zu Beanstandungen bei der Bauabnahme kommen. Entsprechend exakt muss unsere Vorplanung sein, entsprechend sorgfältig die Ausführung durch jeden Monteur vor Ort.“

Baustellenlogistik: Rund 200 Sattelzüge allein mit Produkten für den Trocken-bau
Die Dimensionen des Bauprojekts spiegeln sich auch auf den Materiallisten von Jae-ger Ausbau wieder: Rund 370.000 lfm Profile, mehr als 320.000 m² Gipsplatten mit unterschiedlichsten Eigenschaften sowie zugehörige Spachtelmassen und geschätzt 80.000 lfm Anschlussdichtung werden bis zur Gesamtfertigstellung in die Neubauten geflossen sein. Material, das erst einmal zur rechten Zeit an den rechten Ort ge-schafft werden muss. „Uns war von Anfang an klar, dass bei diesem Projekt nur ein Partner infrage kommt, der uns absolute Liefersicherheit und -pünktlichkeit garantie-ren und die Bandbreite der verschiedenen Anforderungen sicher erfüllen kann. Nach eingehenden Überlegungen haben wir uns dann für geprüfte Bauteillösungen von Rigips entschieden“, so Ingo Schlotter. „Das unter dem Namen ,RigiSystem’ zu-sammengefasste Angebot aus optimal aufeinander abgestimmten Produktkompo-nenten, technischer Beratung seitens Rigips, garantierter Lieferzuverlässigkeit sowie einer projektspezifisch angepassten Baustellenlogistik hat uns überzeugt. Bei Projek-ten dieser Größenordnung bieten Systemlösungen ,aus einer Hand’ klare Vorteile.“

„RigiSystem“: hochwertige Schall- und Brandschutzlösungen ...
Ein wesentlicher Vorteil gerade im Krankenhausbau: Die dort geltenden strengen Schall- und Brandschutzanforderungen werden mit den geprüften Systemen von Rigips nachgewiesen zuverlässig erfüllt. Häufig erbringen die Systeme sogar deutlich über den Anforderungen liegende Leistungen. Der geforderte Schalldämmwert für die Luftschalldämmung etwa von Wänden zwischen Patientenzimmern von mindes-tens erf. R’w 47 dB kann durch entsprechende Systemkonstruktionen zum Beispiel mit der Schallschutzplatte „Rigips Die Blaue“ deutlich „geschlagen“ werden.

„Sehr exakt mussten die F 30- bis F 90-Brandschutzkonstruktionen ausgeführt wer-den. Dafür kamen im gesamten Gebäude rund 140.000 m2 ,Rigips Feuerschutzplat-ten RF’ zum Einsatz. Eine besondere Herausforderung bildete dabei die – für Kran-kenhäuser ebenfalls typische – hohe Installationsdichte. Es gibt so gut wie keinen Flur, in dem wir bei der Auslegung der Decke ohne Unterkonstruktion aus Rigips-Weitspannträgern ausgekommen wären. Sie wurden nötig, damit alle Versorgungs-leitungen in den Decken untergebracht werden können“, so Ingo Schlotter.

In den öffentlichen und stärker frequentierten Bereichen wie der sogenannten „Gar-tenhalle“, dem zentralen Aufenthalts- und Eingangsbereich im Medizinischen Zent-rum II, sorgen nach Fertigstellung „Rigitone“-Lochplatten für eine optimale Raum-akustik. Dort montiert während des Baustellenrundgangs der Redaktion gerade ein Vier-Mann-Team die Unterkonstruktion für ein circa 1.800 m2 großes „Rigitone“-Deckenfeld mit umlaufenden Lüftungsfugen und Randfriesen.

... und Service sichern erfolgreiches Projekt
Als große Entlastung erlebte das Team von Jaeger Ausbau laut Ingo Schlotter in der gesamten Planungs- und Bauphase die Unterstützung des Partners Rigips: „Für die Mannschaft von Jaeger Ausbau Zwickau war und ist es die bislang größte Baustelle in der Unternehmensgeschichte, allein schon deshalb ist dieses Projekt etwas Be-sonderes. Dass alle größeren und kleineren Herausforderungen und die bei einer Bauaufgabe solcher Größe üblichen Unwägbarkeiten bewältigt werden konnten, verdanken wir sicherlich unseren eingespielten Baustellenteams, aber ebenso unse-ren Ansprechpartnern bei Rigips, die das Leistungsversprechen, das mit den Rigips-Systemlösungen verbunden ist, sehr praxisnah und lösungsorientiert mit Leben ge-füllt haben.“

Die Erweiterung des Universitätsklinikums Jena-Lobeda zeigt sehr deutlich, welche Vorteile sich für ein Projekt ergeben, wenn eine perfekt getaktete Baustellenlogistik, leistungsfähige Systeme und projektspezifische Serviceleistungen ineinandergreifen und durch einen kompetenten Partner erbracht werden. So haben unter anderem die Baustellenbesuche der technischen Ansprechpartner von Hersteller Rigips dazu bei-getragen, auch komplexere Fragestellungen etwa bei Detaillösungen im Brandschutz vor Ort zielgerichtet und schnell zu klären – ganz im Sinne des Ausbau-Profis, der sein Angebot „RigiSystem“ als Projektbegleitung „von A bis Z“ versteht.

Enger Zeitplan, strenge Taktung: Nur eine optimale Baustellenlogistik und eine gute Vorplanung konnten sicherstellen, dass die immensen Materialmengen zur rechten Zeit an den rechten Ort auf der aktuell größten Baustelle Thüringens gelangen. | Foto: Saint-Gobain Rigips GmbH
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