Metallbaffeln für Ohren und Augen

Weite Fensterflächen sind sehr schön anzuschauen. Sie führen zu lichtdurchfluteten Räumen. Wenn dort jedoch stark schallreflektierende Materialien, wie Beton, Fliesen und Trapezbleche hinzukommen, sind schalldämmende Maßnahmen unerlässlich. Durch den Einbau von hochschalldämmenden Baffeln etwa entsteht auch in schwierigen Lagen ein angenehmes Schallklima. Der Fenstertechnikspezialist Finstral hat sich beim Neubau seines Ausstellungs- und Fortbildungszentrums im bayrischen Friedberg (Nähe Augsburg) für eine Akustiklösung entschieden, die Ohren und Augen gleichermaßen verwöhnt: anthrazitfarbene Metallbaffeln von Armstrong.

Metal Baffles (so der englische Produktname) sind mit hoher Präzision gefertigte Metallplatten mit regelmäßiger Perforierung und einer sehr leistungsfähigen Glaswolle-Einlage für eine optimale Akustik. Im deutschsprachigen Raum sind diese Baffeln auch als Vertikallamellen bekannt. Das Produkt ist in Weiß oder in einer Reihe anderer RAL/NCS-Farben für individuelle Projektlösungen erhältlich.
Im konkreten Fall entschied sich der Architekt für anthrazitfarbige Metal Baffles im Farbton der Trapezbleche.

Hohe Schallabsorption

Die Metallbaffeln können die Hintergrundgeräuschpegel und die Nachhallzeiten in Räumen drastisch reduzieren und die Sprachverständlichkeit deutlich verbessern. Sie bieten Absorption an allen Stellen des Produkts. Je nachdem, in welchem Abstand die Baffeln zueinander montiert sind, liegen bei Baffeln im Standardmaß (= 300 x 1800 mm) die Alphawerte für die flächenbezogene Schallabsorption bei 0,55 (Abstand: 300 mm) bzw. bei 0,45 (Abstand 450 mm). Im Finstral Gebäude sind die Schallabsorber 300 mm von der Decke abgehängt. Sie haben einen Abstand von ebenfalls 300 mm zueinander.

Entwurf, Beratung, Lösung

Wie man sieht, sind Metal Baffles auch ein geeignetes Element, um interessantes architektonisches Design, moderne Konstruktionen und Inneneinrichtungen zu unterstützen. Die Baffeln verschönern nicht nur das Deckenbild, indem sie den Blick auf darunter liegende Versorgungselemente verhindern. Sie folgen im Finstral-Gebäude auch dem zum Teil stufenförmigen Gebäudedesign mit einer großen inneren Schautribüne und unterstützen damit das außergewöhnliche Gestaltungskonzept.

Architekt Frank Kühne von fußner I kühne Architekten (Friedberg) bekräftigt: „Die Akustik-Baffeln waren für dieses Projekt optimal. Zu nennen sind hier der hohe Absorptionswert und die optische Installation in Anlehnung an die Gebäudeform. Durch die Anordnung der Elemente entsteht eine Zwischenebene, die die Sichtbarkeit der Decke gewährt. Zudem konnten in die Zwischenräume problemlos Lüftung und Beleuchtung eingebaut werden. Diese bleiben auch für spätere Wartungsarbeiten leicht zugänglich.“

Den Projektplanern zur Seite stand von Anfang an ein Berater des Herstellers. Die schalltechnischen Untersuchungen gestalteten sich deshalb einfach. Dabei kam auch das Softwareprogramm „Estimate“ von Armstrong zum Einsatz. Diese Software kalkuliert nach Eingabe der akustischen Ist- und Soll-Werte eines Gebäudeteils die benötigten Materialmengen in Abhängigkeit ausgewählter Produktvarianten. Estimate ist somit eine praktische Entscheidungs- und Kalkulationshilfe für Architekten und Planer bzw. für das ausführende Trockenbauunternehmen.

 

Der Neubau des Ausstellungs- und Fortbildungszentrums von Finstral im bayrischen Friedberg (Nähe Augsburg). | Fotograf: David Güntsch, Architekt: Fußner-Kühne-Architekten Partnerschaft mbB, Friedberg
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Projektinformationen

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