Im Takt: Sanierung Rindermarkthalle St. Pauli in Hamburg

Für die Nahversorgung mit Lebensmitteln wird derzeit die Rindermarkthalle St. Pauli umgebaut. Um einen reibungslosen Ablauf vor Ort zu garantieren, musste die Baustelle taktgenau mit Transportbeton versorgt werden.

„St. Pauli“ – schon der Klang weckt vielfältige Assoziationen: da ist die sündige Meile Reeperbahn, da sind enthusiastische Fans im Millerntor-Stadion. Weit über die Stadtgrenzen hinaus ist der Hamburger Stadtteil bekannt und berühmt für seine breite Palette an Clubs, Gastronomie, Kunst und Kultur. Aber St. Pauli ist mehr als Amüsement und Fußball, das Viertel ist auch ein sehr beliebter Wohnort – hier leben knapp 30.000 Menschen.

Mitten im Stadtteil in direkter Nachbarschaft zum Heiligengeistfeld und zum Fußballstadion wird momentan die denkmalgeschützte ehemalige Rindermarkthalle saniert und mit dem Anspruch „Einkaufen statt shoppen“ umgebaut. Im Erdgeschoss bildet neben einem Discounter, einem Verbraucher- und einem Drogeriemarkt die circa 4.000 Quadratmeter große Markthalle mit ihren festen Ständen das künftige Herz des Gebäudes. In einer Atmosphäre wie auf dem Wochenmarkt – nur wetterfest und die ganze Woche geöffnet – können die Bewohner von St. Pauli ab September 2014 fußläufig ihre täglichen Einkäufe und Besorgungen erledigen.

Zuvor musste der zum Teil marode Bau allerdings nach zweijährigem Leerstand umfassend saniert werden. Die im Juni 1951 eröffnete Rindermarkthalle mit einer Grundfläche von 14.200 Quadratmetern bei einer lichten Höhe von neun Metern ist nicht unterkellert. Die Bodenplatte wurde in Kanälen geschlitzt, um die veralteten Verrohrungen und Installationen zu entfernen beziehungsweise an die Anforderungen der neuen Nutzung anzupassen und neu zu verlegen. Um die Versorgungsleitungen hohlraumfrei zu ummanteln, setzte das ausführende Bauunternehmen Ammersbeker Landschaftsbau den fließfähigen Verfüllbaustoff TerraFlow von Heidelberger Beton ein. Im nächsten Schritt wurde die Bodenplatte abgefräst, anschließend brachte die Erich Mikeska GmbH als Leichtausgleich das Heidelberger Beton Spezialprodukt Poriment mit einer Rohdichte von 0,5 kg/dm³ in Höhen von 50 bis 80 Millimetern auf. Als lastverteilende Schicht und abschließenden Industriebetonboden baute die

G.v.G. Industriebodenbau GmbH & Co. KG einen fließfähigen Easycrete F der Konsistenzklasse F5 von Heidelberger Beton über Pumpen ein. Kein ganz einfaches Unterfangen, da für ein optimales Ergebnis die Pumpe am besten ununterbrochen laufen muss. Kommt es zu Verzögerungen im Ablauf, besteht die Gefahr des Sedimentierens im Schlauch. „Der logistische Dreiklang aus Anlieferung – Pumpen – Einbringen musste passen“, verdeutlicht Detlef Schutty von der TBH Transportbeton Hamburg GmbH & Co. KG, eine Beteiligung der Heidelberger Beton GmbH. „Die Fahrmischer mussten exakt aufeinander abgestimmt anliefern, damit die Pumpe nicht stillstehen musste. In der Feinabstimmung vor Ort mussten wir flexibel reagieren – stand ein Fahrmischer beispielsweise im Stau, haben wir langsamer gepumpt.“ Um eine ebene und glatte Oberfläche zu erzielen, wurde der rohe Beton nach einiger Ruhezeit lediglich mit einem Flügelglätter nachbearbeitet – der Sichtbetonfußboden unterstreicht auf diese Weise den rustikalen Charakter der Markthalle.

Für einen reibungslosen Ablauf war eine taktgenaue Anlieferung nötig, so dass die Pumpe konstant durch die Fahrmischer der TBH versorgt werden konnte. Bildquelle: HeidelbergCement/Stephan Falk | Bildquelle: HeidelbergCement/Stephan Falk
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