Hotelneubau mit attraktivem Großstadtflair

Berlin-Mitte boomt – und das zeigt sich auch in immer mehr Hotels, Restaurants und Bars. Aktiv dabei ist die Amano Group, ein Berliner Hotelunternehmen, das bereits sein zweites Flaggschiff-Hotel mitten im Herzen Berlins errichtet hat. Weitere sollen folgen. Das im August 2015 eingeweihte Amano Grand Central bietet 250 Zimmer und Suiten auf sechs Stockwerken, Konferenzräume, Fitnessstudio, ein Bistro und eine Skybar mit 250 m2 begrünter Dachterrasse und ei-nem spektakulären Blick über Berlin. Stilvolles Interior Design, hochwertige Materialien und ein starkes Bodenkonzept mit über 5.000 m2 Räuchereiche im Fischgrätmuster sorgen für ein attraktives und trendiges Hotelambiente.

Das Amano Grand Central liegt gegenüber dem Berliner Hauptbahnhof, direkt an der neuen Europacity und dem nahe gelegenen Regierungsviertel. Inmitten des aufstrebenden Quartiers mit Büros, Wohnungen, Ateliers und Museen folgt der Neubau dem Konzept der 2009 gegründeten Amano-Hotelgruppe, Geschäftsreisenden und Touristen ein urbanes Wohner-lebnis zu einem äußerst fairen Preis zu ermöglichen. Den Gast erwartet eine Ausstattung, die weit über dem 3-Sterne-Standard liegt: hochwertige Materialien wie Echtholzparkett und Marmor, modernes Design mit Bauhaus-Charakter, ein ausgefeiltes Beleuchtungskonzept und als besonderes Highlight die raumhoch verglaste Skybar im Obergeschoss, Anziehungs-punkt für Hotelgäste und die Berliner Partyszene.

Das Innenraumkonzept
Das Konzept, mit dem die Architektin Nadia Kayat bei einem internationalen Wettbewerb den Auftrag für die Gestaltung des Hotels gewann, beschränkt sich nicht nur auf das Interior Design. Es bezieht die Architektur und die besondere zentrale Lage am Hauptbahnhof in die Innenraumgestaltung ein, sodass außen und innen miteinander in Beziehung treten. „Im Kontext planen und von der Stadt zum Innenraum entwickeln“, erklärt Nadia Kayat ihr Konzept. So erschließt sich das Hotel zum einen über ein ein-ladendes Bistro im Stil der 1920er-Jahre mit Außenterrassen und verspiegelten Wänden und Decken, die das Großstadtleben reflektieren. Zum an-deren führt es den Besucher über eine großzügige Lobby und eine Kaminlounge zum begrünten Innenhof, auf den sich als Herzstück des Hauses alle angrenzenden Räume ausrichten.

Schwarzer Granit und Räuchereiche im Hell-Dunkel-Kontrast
„Das Hotel soll für eine internationale Klientel attraktiv sein, mit einem zeitlos-modernen Design“, so Kayat. Alles ist im Hell-Dunkel-Kontrast gestaltet und strahlt eine besondere Wertigkeit aus. Vom Eingangsbereich führen großflächige Echtsteinplatten aus hochglanzpoliertem schwarzem Granit Nero Assoluto bis zum Innenhof. Alle anderen Bereiche vom Bistro über die Konferenzräume, Zimmer und Bar sind mit Böden in dunkler, massiver Räuchereiche im Fischgrätmuster ausgestattet. Das Schwarz-Weiß-Thema zieht sich konsequent durch alle 250 Zimmer. Sie zeichnen sich durch ein modern-puristisches Design und hochwertige Materialien aus, vom Bettkopfteil aus massiver schwarzer Eiche bis zum durchgängig dunklen Fußboden. Der Boden kontrastiert mit weißen Wänden und Mö-beln, ergänzt durch helle und dunkle Accessoires.

Technisch anspruchsvolle Ausführung
„Die Ansprüche an das Echtholzparkett waren hoch, rund 5.400 m2 massive Räuchereiche in Fischgrätverlegung waren eine Herausforderung“, resümiert Fachbauleiter Ingo Döring. Vor allem in den teils nur 10 bis 15 m2 großen Zimmern mit vielen Ecken war Maßarbeit angesagt. Denn für die hochwertige und aufwändige Fischgrätverlegung muss das massive Stabparkett vor Ort zugeschnitten und vermessen werden. „Außerdem waren hier Schrägschnitte erforderlich“, so Döring. Zum Schluss wurde noch sechsmal geschliffen, gekittet und geölt. Um die Verlegung des klas-sischen Musters auf allen sechs Etagen inklusive Treppe in der Skybar perfekt auszuführen, holte Döring sich Unterstützung beim zuständigen Bodenfachberater. Mit Dirk Hohenhaus von Uzin plante er die Untergrundvorbereitung, den jeweils erforderlichen Bodenaufbau und die Tritt-schalldämmung – ein sensibler Bereich in jedem Hotel – wobei außer im Erdgeschoss direkt auf die Rohbetondecke verlegt wurde.

Bodenaufbau und Parkettverlegekunst
„Nur im Erdgeschoss war ein Estrich eingebaut, in allen anderen Bereichen mussten wir auf den Betonfertigteilen einen geeigneten Bodenaufbau planen“, erklärt Uzin-Bodenfachberater Dirk Hohenhaus. Zunächst musste der Rohbeton geschliffen und wegen der erhöhten Restfeuchte mit Epoxidharz abgequarzt werden. Danach wurde in Gästezimmern und Suiten die Ausgleichsmasse Uzin NC 160 aufgebracht. Die selbstverlaufende Spachtelmasse ist für Schichtdicken bis 20 mm optimal für den Objektbereich geeignet. Sie ist besonders spannungsarm, sehr fließfähig und bildet absolut glatte und ebene Untergründe. Zur Trittschalldämmung wurden da-rauf Kork- und Gummigranulatmatten mit dem Parkettklebstoff Uzin MK 92 S verlegt.

Im Anschluss konnte die aufwändige Parkettverlegung starten. Für den dauerhaften Halt des optisch anspruchsvollen Erscheinungsbilds kam nur ein harter, schubfester 2-K-Klebstoff mit gutem Riefenstand infrage, mit dem sich zeitintensive Parkettverlegungen sicher ausführen lassen. Uzin gewann die Ausschreibung mit dem MK 92 S Plus, der mit seinen sehr langen Topf- und Einlegezeiten von bis zu 60 Minuten selbst bei hohen Temperaturen oder Luftfeuchte lange Verarbeitungszeiten gewährleistet. Als Zusatznutzen wurde er dunkel eingefärbt, die Angleichung der Parkett-fuge an das Parkettholz bringt optische Vorteile.
Auf dem Estrich im gesamten Erdgeschoss kam die Blitzgrundierung Uzin PE 414 Turbo zum Einsatz. Die einkomponentige Reaktionsharzgrundierung erzielt eine griffige Untergrundfläche und optimiert so den Haftverbund zur nachfolgenden Verklebung des Parketts. In den hoch frequentierten Eingangs- und Aufenthaltsbereichen war der harte, schubfeste und schnell abbindende Klebstoff Uzin MK 92 S die beste Lösung. Er sorgt für den nötigen Halt und eine schnelle und quellfreie Verlegung. Außerdem ist er wie Uzin MK 92 S Plus lösemittelfrei und sehr emissionsarm und somit die ideale Wahl für große Flächen im öffentlichen Raum.

Das Ergebnis
Mit seinem exquisiten Interior Design und dem formvollendeten Boden bleibt das Amano Grand Central als bislang größtes Hotel der Gruppe der Unternehmensvision treu, luxuriöses Wohngefühl erschwinglich zu machen. Vor allem der Boden im klassischen Muster und Stil hochherrschaftlicher Berliner Stadtvillen trägt maßgeblich zum hochwertigen Eindruck bei. „Mit dem modernen Mobiliar und Lichtkonzept erzeugt er ein stimmiges und edles Ambiente“, so Baufachleiter Döring.

Objekt:
Bauherr: Amano Hotel Group, Berlin, Ariel Schiff und Artur Süsskind
Fachbauleitung: Ingo Döring, STI Innenausbau GmbH, Berlin
Innenarchitektur, Lichtdesign: Nadia Kayat, Nadia Kayat Architects, Berlin
Uzin Fachplanung: Dirk Hohenhaus, Uzin-Fachberater Boden/Parkett
Bodenkonstruktion: ca. 5.400 m2 Parkettboden Räuchereiche in Fischgrätmuster mit Trittschalldämmung in 250 Hotelzimmern, Bar, Fitnessstudio, Konferenzräumen und Aufenthaltsbereichen
Uzin-Verlegesysteme: Grundierung PE 414 Turbo; Spachtelmasse NC 160, Parkettklebstoff für dunkle Böden MK 92 S Plus, MK 92 S

Das Amano Grand Central bietet 250 Zimmer und Suiten auf sechs Stockwerken, ein Bistro, Fitnessstudio Konferenzräume und eine Skybar mit 250 m2 begrünter Dachterrasse und einem spektakulären Blick über Berlin. | ©Nadiakayatarchitects_Christian Cuomo
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