Ausgabe6-2013 / 2013

Neubau des Zentrums für Molekulare Biowissenschaften (ZMB) in Kiel

Rundum Rundungen

Das Blech ist geblieben, nur die Nutzung hat sich geändert – so könnte man die Veränderung auf dem Campus der Christian-Albrechts-Universität Kiel zusammenfassen. Gemeint ist der Neubau des Zentrums für Molekulare Biowissenschaften, der mit seiner Fassade aus Metall an einem Ort steht, an dem bisher Autos parkten. In Nachbarschaft zum Botanischen Garten entstand mit dem in konkaven und konvexen Rundungen fließenden Körper nach einem Entwurf des Architekturbüros Henn ein Solitär mit hoher Eigenständigkeit.

Ein Arbeitsort kann durchaus schlechter liegen. Denn die rund 80 Forscher, die auf der neu geschaffenen 3 100 m2 Nutzfläche des fünf geschossigen Neubaus arbeiten, haben nicht nur ein modernes und elegantes Gebäude als Arbeitsort, sondern auch eine angenehme Umgebung. Zwar befindet sich ganz in der Nähe mit den Bundesstraßen 76 und 503 die vielbeschriebene, gute verkehrliche Anbindung, doch legt sich mit dem Botanischen Garten der Universität Kiel ein grünes und zeitweise recht buntes Band davor.

Grün geht es aber auf dem gesamten Campus zu, der mit kleinen Seen und viel Rasen die eine oder andere Pause aufzuwerten hilft. Ganz zu schweigen natürlich davon, dass in nur ca. 2,5 km Luftlinie das nächste Strandbad und damit die Ostsee liegt – gute Luft somit inklusive. Doch genug geschwärmt von der schönen Umgebung. Auch der Neubau aus der Feder von Henn Architekten aus München kann sich sehen lassen.

Gestalterische Eigenständigkeit

Denn als Solitär auf dem Gelände eines ehemaligen Parkplatzes, beweist dieser Baukörper eine sehr hohe gestalterische Eigenständigkeit. Anders als seine Umgebungsbauten, die nach dem klassischen Grundriss-Muster entworfen wurden, der nur in der Größe und der Kombination der verwendeten Rechtecke variiert, leistet sich das neue Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (ZMB) eine Extravaganz

HG Esch

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