Ausgabe6-2013 / 2013

Neubau eines Wohnhauses in Riederau am Ammersee

Raues Schmuckstück

Die Architekten Gisela Drexler und Axel Tilch haben mit ihrem markanten Wohnhaus in Riederau ein von rauem Sichtbeton geprägtes Schmuckstück realisiert. Zum Einsatz kam hierfür Leichtbeton - dieser Baustoff gilt bei manchem immer noch als exotisch.

Hohe Anforderungen an den Wärmeschutz, gestalterische Vorgaben, Stabilität sowie der Wunsch, kein klassisches Wärmedämmverbund-System zu verwenden – heute sehen sich Planer großen Herausforderungen gegenüber. Doch was zunächst wie die Aufzählung von Widersprüchen klingt, ist die Leistungsbeschreibung eines Baustoffs, den es bereits seit der Antike gibt: Leichtbeton.

Geringere Rohdichte

Auch heute wird bei modernen Leichtbetonen die geringere Rohdichte gegenüber Normalbeton durch leichte Gesteinskörnungen nach DIN EN 13055 und die Zuschlagstoffe wie Bims, Blähton oder den Recyclingstoff Blähglas erreicht. So werden Trockenrohdichten von 800 bis 2 000 kg/m3 (DIN 1045) statt der üblichen 2 000 bis 2 600 kg/m3realisiert. Die Zuschlagstoffe und die Eigenschaften des Betons sorgen bei Baustoffen wie dem Heidelberger Leichtbeton dafür, dass er wärmedämmend wirkt und nicht brennbar ist (Brandschutzklasse A1 nach DIN 4102).

HeidelbergCement | Fuchs

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