Ausgabe35

Schöner Reisen 2.0

Editorial
Da fahren wir nimmer hin.
„Wir haben heuer mal eine Weltreise gemacht. Aber ich sag's Ihnen gleich, wie es ist: Da fahren wir nimmer hin.“, sagten schon Gerhard Polt und Hanns Christian Müller in ihrem gleichnamigen Buch mit gesammelten Urlaubsimpressionen. Dass Sie beim Urlaub auf Balkonien spektakuläre Architektur verpassen würden, versteht sich von selbst – einige Beweise dafür liefern wir Ihnen in dieser Ausgabe von Arcguide.

Ob mit dem Zelt oder im teuren Luxushotel, ob alleine, zu zweit oder mit der ganzen Familie, ob in der eigenen Heimat oder in fernen Gefilden – kaum etwas beschäftigt uns so sehr wie das „Wohin“ und „Wie“ beim Thema Urlaub. Für die meisten von uns ist die Urlaubszeit knapp bemessen und ein kostbares Gut, daher ist der Anspruch umso höher, „das perfekte Reiseziel“ zu finden. Aber was macht ein gutes Hotel aus? Welchen Ansprüchen müssen Ferienunterkünfte gerecht werden?

Mit den verschiedenen Entwicklungen und Trends in der Hotellandschaft beschäftigt sich unser Hauptartikel ab Seite 3; einen spannenden Ausblick in die Zukunft des Hotels bietet ab Seite 11 das Interview mit Vanessa Borkmann vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, die für das Projekt „FutureHotel“ verantwortlich zeichnet.

Einen besonderen Reisetipp empfehlen wir Ihnen in unserer Rubrik „Was geht?“ ab Seite 14, außerdem stellen wir Ihnen dort einige interessante Websites, Apps, Termine und Bücher zum Thema Reise & Hotel vor. Beispiele für gelungene Hotelprojekte und -konzepte finden Sie auf den Seiten 16 bis 23.

Viel Vergnügen beim Lesen und gute Reise wünscht Ihnen
Anne Dörte Schmidt
Thema
Wie man sich bettet, so schläft man
Manche Menschen lieben große, anonyme Hotels, andere das persönlich geführte 12-Zimmer-Haus, viele mal das eine, mal das andere, je nachdem auf welcher Reise sie sind. Für extravagante Wünsche gibt es Zimmer, die über dem Abgrund schweben und Zelte in der Wüste.

„Die DNA eines guten Hotels beginnt immer mit einem ganzheitlichen Ansatz und mit der Frage: An welchem Ort soll der Gast welche Erfahrung machen?“, sagt Claus Sendlinger, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Design Hotels. Er muss es wissen, denn er ist Experte in Sachen Reise und Hotels. Trotzdem entsteht durch diese Aussage kein klares Bild. Soll das Hotel groß oder klein, individuell gestaltet oder möglichst anonym, funktionell, elegant, schrill, gemütlich oder ganz und gar abgefahren sein?
Zukunftsvisionen
In der Hotellerie steht in den kommenden Jahren ein weltweiter Wandel bevor. Dieser ist vor allem den veränderten Bedürfnissen und Lebensweisen der Gäste geschuldet, aber auch den neuen Einsatzmöglichkeiten innovativer Technologien. Die daraus entstehenden Entwicklungen, ihre Auswirkungen auf die Hotelbranche bis hin zu konkreten Lösungsansätzen werden im vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO initiierten Projekt FutureHotel vorgestellt. Vanessa Borkmann leitet das Projekt seit 2008 und gibt einen Ausblick auf das Hotel der Zukunft.

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