21.06.2018 | TAG DER ARCHITEKTUR

„Architektur bleibt“

254 neue Häuser, Parks und Projekte vor Ort erleben!

Am kommenden Wochenende (23. Und 24. Juni) findet der „Tag der Architektur“ statt. Unter dem bundesweiten Motto „Architektur bleibt!“ sind in Nordrhein-Westfalen dann 254 Bauwerke aller Art, Quartiere, Gärten und Parks in 110 Städten und Gemeinden für Besucher geöffnet sein. Interessierte sind eingeladen, sich von Architektinnen und Architekten, Innenarchitekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplanern die neuen oder erneuerten Bauten vorstellen zu lassen.

Welche Objekte gezeigt werden, Adressen und Öffnungszeiten finden Besucher in einer Fotodatenbank unter www.aknw.de sowie in der App zum Tag der Architektur, die kostenlos angeboten wird.

Unter dem bundesweiten Motto „Architektur bleibt!“ soll der Tag der Architektur 2018 auch in Nordrhein-Westfalen wieder das größte Architekturevent des Jahres werden. Über 30.000 Besucherinnen und Besucher machten sich in den vergangenen Jahren jeweils in Nordrhein-Westfalen an dem letzten Juni-Wochenende auf den Weg, um diesen Dialog zu suchen und um sich über aktuelle Trends beim Bauen und Wohnen zu informieren. „Architektur gehört zu den beständigsten Objekten und Werten in unserer Gesellschaft“, erklärt Ernst Uhing, der Präsident der Architektenkammer NRW. „Am Tag der Architektur stellen Architekten und Stadtplaner ihre Ideen und Konzepte am gebauten Beispiel vor und laden Bürgerinnen und Bürger zum Gespräch ein.“


Motto zum Europäischen Kulturerbejahr
Das bundesweite Motto für den diesjährigen Tag der Architektur - „Architektur bleibt!“ - greift auch das Europäische Kulturerbejahr auf, das die Europäische Union für 2018 unter dem Leitmotiv „Sharing Heritage – Das Kulturerbe teilen“ ausgerufen hat. Engagement, Schutz, Nachhaltigkeit und Innovation sind die vier Säulen, unter denen die EU die Ziele des Kulturerbejahres bündelt. Dass gelungene Architektur einen bleibenden Wert darstellt, belegen etliche der 254 Objekte, die in NRW zu besichtigen sind:

Beispielsweise das „kult - Kulturhistorisches Zentrum Westmünsterland“ in Vreden (Arge Pool Leber Architekten, München und Bleckmann Krys Architekten, Münster); der Gebäudekomplex verbindet Bauten aus den 1970er und -80er Jahren sowie denkmalgeschützte Bauwerke aus dem 14. und 16. Jahrhundert mit neuen Baukörpern. Oder das neue Philosophische Seminar am Domplatz in Münster (Peter Böhm Architekten, Köln). Gezeigt werden auch die zu Wohnungen und Büros umgebaute „Alte Samtweberei“ in Krefeld (Architekt Heinrich Böll, Essen), Bauten im neuen Stadtquartier „Grüne Mitte Essen“ (pbs architekten Planungsgesellschaft mbH, Aachen) sowie die elegant in die Natur eingefügte weiße Villa Komischke in Medebach (Christof Hesse Architekten, Korbach). „Viele der gezeigten Bauwerke belegen, dass Architektur die Lebensqualität in den Städten und Gemeinden maßgeblich beeinflusst, dauerhafte Werte schafft und für die Menschen eine identitätsstiftende Wirkung entfalten kann“, unterstreicht der Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen.


Trends und Themen 2018
Der Tag der Architektur spiegelt stets auch gesellschaftliche Entwicklungen wider. Mit Arbeiten wie den neugebauten Notunterkünften für Obdachlose in Essen (RKW Architektur + Rhode Kellermann Wawrowsky GmbH, Düsseldorf) liegt der „Tag der Architektur“ in NRW am Puls der Zeit. Verschiedene Gemeinschaftswohnprojekte wie auf dem Clouth-Gelände in Köln (z. B. von Schaller Architekten Stadtplaner, Köln), Barrierefreiheit im Wohnungsbau, Umnutzungen (auch von Kirchen) sind einige der zentralen Themen, die sich an den TdA-Bauten 2018 ablesen lassen. Für die Besucherinnen und Besucher ist der Tag der Architektur damit eine wichtige Inspirationsquelle - und für die Medien ein Anlass zu umfassender Berichterstattung.